SoftControl
SoftControl User Manual

SoftControl Benutzerhandbuch

Dies ist kein kurzer Produktüberblick, sondern ein Arbeitsleitfaden. Wenn Sie die Schritte der Reihe nach befolgen, können Sie auch ohne Vorerfahrung ein Grundprojekt einrichten und betreiben.

Für wen dieses Handbuch gedacht ist

Rollen

Operatoren, Integratoren, Administratoren und Support

Plattformen

Windows Desktop und Android Tablets

Umfang

Runtime-Betrieb, Admin-Setup, visueller Editor, Timer, Lizenz, Migration

Ergebnis

Nach dem Lesen können Sie ein Basisprojekt selbst aufbauen und pflegen

1. Vor dem Start: Rollen und Umgebung sauber trennen

Viele Probleme entstehen früh, weil Gerätedaten fehlen, die Umgebung nicht geprüft wurde oder Betriebs- und Administrationsaufgaben vermischt werden.

1.1 Zuerst festlegen, welche Aufgabe Sie gerade haben

SoftControl wird entweder für den täglichen Betrieb oder für die Systemkonfiguration genutzt. Legen Sie das zuerst fest.

Ziel

Klar wissen, ob Sie als Operator oder Administrator arbeiten.

Schritte
  1. Für Öffnen, Schließen, Wiedergabe und Lichtsteuerung lesen Sie vor allem Kapitel 3 und 8.
  2. Für Geräteanlage, Befehle, Seitendesign, Timer und Lizenzierung lesen Sie das komplette Handbuch.
  3. Bei Übergabeprojekten sollten Sie vorab eine Geräteliste und eine Übergabedokumentation vorbereiten.
Erfolg prüfen
  • Sie wissen, ob Sie die Runtime oder den Admin-Bereich benötigen.
  • Sie beginnen nicht ohne vorbereitete Geräteliste.

1.2 Welche Informationen vor der Installation vorliegen müssen

Bevor Oberflächen gebaut werden, müssen Kommunikationsdaten und Projektstruktur vorbereitet sein.

Ziel

Eine belastbare Implementierungsliste für die Befehlserfassung erstellen.

Schritte
  1. Name, Modell, Ort und Zweck jedes Geräts notieren.
  2. Protokoll pro Gerät festhalten: UDP, TCP, PJLink, seriell, WOL, Modbus.
  3. Bei Netzwerkgeräten IP, Port, Antwortverhalten und eventuelle Verzögerungen dokumentieren.
  4. Bei seriellen Geräten COM-Port und Schnittstellenparameter dokumentieren.
  5. Geräte nach Bereich oder Prozess gruppieren.
Erfolg prüfen
  • Sie können erklären, wie jedes Gerät gesteuert wird.
  • Sie können Geräte bereits in Seiten oder Prozesse einordnen.

2. Die schnellste Reihenfolge für ein lauffähiges Projekt

Die sicherste Reihenfolge lautet: Geräteliste, Befehle, Befehlsgruppen, Seiten, Button-Zuordnung, Tests, Timer, Backup.

2.1 Empfohlene Umsetzungsreihenfolge

Für erste Projekte ist diese Reihenfolge am stabilsten und verursacht am wenigsten Nacharbeit.

Ziel

Ein erstes funktionsfähiges Projekt mit minimaler Nacharbeit erstellen.

Schritte
  1. Im Admin-Bereich Sprache und Lizenzstatus prüfen.
  2. Einzelbefehle pro Gerät in der Befehlsverwaltung anlegen und testen.
  3. Abläufe wie Öffnen oder Schließen als Gruppen zusammenfassen.
  4. Im visuellen Editor Seitenstruktur und Hintergründe anlegen.
  5. Buttons und Texte platzieren und Funktionen zuordnen.
  6. In der Runtime jede Seite testen.
  7. Erst danach Timer und Fremdsystem-Integration ergänzen.
  8. Zum Schluss Backup exportieren.
Erfolg prüfen
  • Die Reihenfolge von Technikbasis bis UI ist klar.

3. Runtime-Betrieb: Tägliche Arbeitsabläufe

Dieses Kapitel richtet sich an das Betriebspersonal und erklärt die Schritte für Öffnung, Schließung, Wiedergabe, Licht und Navigation.

3.1 Öffnungsablauf

Beim Öffnen ist die Reihenfolge entscheidend. Zuerst Kernsysteme, dann Peripherie und Inhalte.

Ziel

Eine sichere Öffnungsroutine durchführen.

Schritte
  1. Auf der Startseite prüfen, ob keine Lizenz- oder Fehlermeldung sichtbar ist.
  2. Wenn vorhanden, den Ein-Klick-Öffnen-Button verwenden.
  3. Manuell empfohlen: PCs -> Projektoren -> Player -> Licht.
  4. Nach jedem Schritt auf die reale Reaktion des Geräts warten.
  5. Danach Bild, Ton und Licht vor Ort kontrollieren.
Erfolg prüfen
  • Projektoren laufen und zeigen das richtige Bild.
  • Wiedergabe und Licht sind im gewünschten Öffnungszustand.

3.2 Schließablauf

Das Schließen erfolgt in der Regel in umgekehrter Reihenfolge, damit Geräte sauber herunterfahren.

Ziel

Eine stabile Schließroutine durchführen.

Schritte
  1. Zuerst Wiedergabe stoppen oder in den Standby-Zustand bringen.
  2. Licht in den Schließmodus setzen.
  3. Projektoren ausschalten und den Abschaltvorgang abwarten.
  4. Zum Schluss PCs und restliche Geräte ausschalten.
Erfolg prüfen
  • Wiedergabe ist gestoppt.
  • Licht, Projektoren und PCs sind im Schließzustand.

4. Admin-Grundlagen: Login, Schutz und Lizenzprüfung

Bevor Sie Seiten oder Geräte konfigurieren, sollten Sie den Einstieg in den Admin-Bereich, Passwortwechsel und Lizenzprüfung beherrschen.

4.1 In den Admin-Bereich wechseln

Der Einstieg erfolgt in der Regel über die Startseite. Änderungen sollten nicht während des aktiven Betriebs erfolgen.

Ziel

Den Admin-Bereich öffnen und die wichtigsten Module kennen.

Schritte
  1. Über die Startseite den Admin-Zugang öffnen.
  2. Das Admin-Passwort eingeben und Standardwerte im Produktivbetrieb vermeiden.
  3. Visuellen Editor, Befehlsverwaltung, Timer, Lizenz, Logs und Netzwerkdiagnose lokalisieren.
Erfolg prüfen
  • Sie wissen, welches Modul Sie für welche Aufgabe öffnen müssen.

4.2 Die ersten Admin-Aufgaben

Zuerst den Systemzustand prüfen, dann projektspezifische Konfiguration beginnen.

Ziel

Die sichere Initialkonfiguration abschließen.

Schritte
  1. In Systeminfo oder Lizenz prüfen, ob Test- oder Produktionslizenz aktiv ist.
  2. In Produktivumgebungen die Lizenz zuerst importieren.
  3. Die Sprache für das Wartungsteam einstellen.
  4. Admin-Passwort ändern und dokumentieren.
Erfolg prüfen
  • Lizenzstatus, Geräte-ID und Version sind bekannt.
  • Das Admin-Passwort ist nicht mehr der Standardwert.

5. Befehle und Befehlsgruppen: Steuerung vor Oberfläche validieren

Der häufigste Fehler ist, mit dem Seitendesign zu beginnen. Richtig ist: zuerst Einzelbefehle prüfen, dann gruppieren, dann Buttons zuordnen.

5.1 Einzelbefehl anlegen

Jeder Befehl basiert auf Zieladresse, Port bzw. Baudrate und Befehlsinhalt.

Ziel

Einen einzeln testbaren, stabilen Befehl anlegen.

Schritte
  1. Neuen Befehl in der Befehlsverwaltung erstellen.
  2. Sinnvoll benennen: Gerät plus Aktion.
  3. Protokoll, Zieladresse und Port/Baudrate eintragen.
  4. Bei Bedarf Timeout, Retry und Delay festlegen.
  5. Befehl speichern und einzeln testen.
Erfolg prüfen
  • Das Gerät reagiert korrekt auf den Einzeltest.
  • Ein Eintrag erscheint im Log.

5.2 Gruppen und externe Schnittstellen sinnvoll einsetzen

Einzelbefehle steuern eine Aktion, Gruppen einen Ablauf, externe Schnittstellen dienen Fremdsystemen.

Ziel

Die Rollen der Funktionen sauber trennen.

Schritte
  1. Öffnen, Schließen und Moduswechsel als Befehlsgruppen anlegen.
  2. Für PLC- oder Sensorintegration Modbus-Punkte verwenden.
  3. Für Fremdaufrufe Komponenten mit externer Schnittstellen-ID versehen.
Erfolg prüfen
  • Sie unterscheiden klar zwischen Einzelbefehl, Prozessgruppe und Fremdsystemaufruf.

6. Visueller Editor: Von der leeren Seite zur Bedienoberfläche

Gute Bedienbarkeit hängt stärker von Struktur, Rückwegen und klaren Button-Aktionen ab als von visuellen Effekten.

6.1 Seitenstruktur und Hintergründe

Seiten bilden das Skelett des Projekts. Eine saubere Struktur reduziert spätere Umbauten.

Ziel

Eine zur Nutzung passende Seitenhierarchie aufbauen.

Schritte
  1. Seitenliste prüfen und Home, Menü sowie Funktionsseiten zuerst anlegen.
  2. Seiten klar nach Zweck benennen.
  3. Optional Hintergründe hinzufügen.
Erfolg prüfen
  • Die Rolle jeder Seite ist klar.

6.2 Buttons und Aktionen zuordnen

Nicht der Button selbst steuert das Gerät, sondern die ihm zugewiesene Aktion.

Ziel

Jeder Button soll ein klar vorhersehbares Verhalten haben.

Schritte
  1. Text- und Bedienkomponenten trennen.
  2. Für jeden Button entscheiden: Navigation, Text anzeigen, Befehl ausführen oder Gruppe ausführen.
  3. Nach jeder Zuordnung sofort testen.
Erfolg prüfen
  • Sie können vor dem Klick erklären, was der Button auslöst.

7. Automatisierung, Backup und Übergabe

Ein Projekt gilt erst als fertig, wenn es automatisch laufen, wiederhergestellt und an andere weitergegeben werden kann.

7.1 Timer einrichten

Timer eignen sich für wiederkehrende Abläufe wie tägliches Öffnen oder Schließen.

Ziel

Wiederkehrende Aufgaben sicher automatisieren.

Schritte
  1. Vorhandene Timer prüfen.
  2. Zeit und Namen verständlich setzen.
  3. Bereits getestete Buttons oder Gruppen wiederverwenden.
  4. Vor Aktivierung einen manuellen Test durchführen.
Erfolg prüfen
  • Der manuelle Test ist erfolgreich und wird protokolliert.

7.2 Backup und Übergabe

Für jedes Projekt sollten Exporte existieren und in einer zweiten Umgebung geprüft werden.

Ziel

Wiederherstellbarkeit und Übergabefähigkeit sicherstellen.

Schritte
  1. Zu wichtigen Meilensteinen ein Backup exportieren.
  2. Backup in einer zweiten Umgebung testweise importieren.
  3. Passwörter, Lizenzstatus, Geräteliste und Backup-Ort mit übergeben.
Erfolg prüfen
  • Ein geprüftes Backup ist vorhanden.

8. Fehlersuche: Immer in derselben Reihenfolge prüfen

Bei Problemen sollten Sie nacheinander Lizenz, Logs, Netzwerk, Parameter und Seitenzuordnung prüfen.

8.1 Button reagiert nicht

Das ist das häufigste Feldproblem, lässt sich aber sauber eingrenzen.

Ziel

Erkennen, ob das Problem an UI, Befehl, Netzwerk oder Gerät liegt.

Schritte
  1. Zuerst Logs prüfen.
  2. Ohne Log: Seitenzuordnung oder Button-Aktion kontrollieren.
  3. Mit Fehlerlog: Protokoll, IP, Port, Befehlsinhalt und Gerätestatus prüfen.
  4. Bei Netzwerkgeräten Netzwerkdiagnose, bei seriellen Geräten COM-Port prüfen.
Erfolg prüfen
  • Das Problem lässt sich auf UI oder Kommunikation eingrenzen.

8.2 Lizenz-, Timer- oder Migrationsprobleme

Diese Fälle wirken wie Instabilität, haben aber klare Prüfpunkte.

Ziel

Die richtige Einstiegskontrolle für Systemprobleme kennen.

Schritte
  1. Bei Einschränkungen zuerst Lizenzstatus prüfen.
  2. Bei Timerproblemen Lizenzfähigkeit, Aktivierung und Verlauf prüfen.
  3. Nach PC-Wechsel Import, Netzwerkdaten, COM-Ports und Lizenzabgleich kontrollieren.
Erfolg prüfen
  • Sie wissen, wo Lizenz-, Timer- und Migrationsprobleme geprüft werden.

Häufige Fragen

Ich nutze Ausstellungsteuerungssoftware zum ersten Mal. Wo beginne ich?

Beginnen Sie mit Kapitel 1 und 2 und bauen Sie zuerst ein kleines lauffähiges Testprojekt. Das ist der schnellste Lernweg.

Die Seite ist fertig, aber der Button steuert das Gerät nicht.

Meist ist der Basisbefehl nicht einzeln validiert oder die Button-Zuordnung ist falsch. Prüfen Sie zuerst den Einzelbefehl.

Soll ich zuerst den Ein-Klick-Öffnen-Ablauf oder Einzelgeräte-Steuerung bauen?

Immer zuerst die Einzelgeräte-Steuerung. Gruppenabläufe werden erst stabil, wenn die Basiskommandos zuverlässig sind.

Nach dem PC-Wechsel funktionieren einige Dinge nicht mehr.

Prüfen Sie zuerst Lizenzabgleich, vollständigen Import und Netzwerk- bzw. Schnittstellenparameter.

Wie erkenne ich, ob das Problem bei UI, Befehl oder Gerät liegt?

Schauen Sie zuerst ins Log. Kein Log deutet auf UI oder Zuordnung, Fehlerlog auf Befehl oder Verbindung, und danach erst auf das Gerät selbst.

Möchten Sie SoftControl in einem realen System konfigurieren?

Laden Sie die Software herunter, bauen Sie mit diesem Handbuch zuerst ein kleines Testprojekt und gehen Sie erst dann in die produktive Umgebung.